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5 Tipps für die Wiedereröffnung der Gastronomie

5 Tipps für die Wiedereröffnung der Gastronomie

Nach wochenlanger Pandemie-bedingter Schließung dürfen gastronomische Betriebe nun wieder eröffnen. Unter Einhaltung zahlreicher Vorgaben und vorerst auch nur solche, die Speisen anbieten. Wie können Gastronomen begleitend zu den Anordnungen dafür sorgen, dass sich Gäste nicht nur sicher, sondern auch wohl fühlen? 5 Tipps von Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf.

1. Offene Kommunikation betreiben

Die aktuelle Situation ist für alle Seiten, für Gastgeber wie für Gäste, ungewohnt und nicht angenehm. Aufmerksamkeit, Verständnis und Empathie sind jetzt wichtiger denn je. Um Irritationen und Missverständnisse zu verhindern oder aus dem Weg zu räumen, aber auch ein ungutes Gefühl zu vermeiden, sollte von Anfang an offen kommuniziert werden. So kann man zum Beispiel schon beim Empfang der Gäste darauf hinweisen, dass man alles tun werde, damit sie einen schönen Aufenthalt haben, und darum bitten, bei Rückfragen oder im Falle eines Problems bitte jederzeit darauf hinzuweisen. Auch Hinweisschilder oder eine entsprechende Notiz in der Karte (digital oder Einweg) können helfen. Möglicherweise lässt sich auch ein kurzes Feedback einholen, um die Prozesse noch weiter zu verbessern.

2. Wiedersehen macht Freude: Zeigen Sie es!

Nach vielen Wochen endlich wieder Gäste begrüßen zu dürfen, ist etwas Erfreuliches und sollte auch – trotz aller Widrigkeiten – zelebriert werden. Mündlich, indem man es einfach sagt und sich bei den „Rückkehrern“ bedankt. Oder wie wäre es mit einem Gruß aus der Küche (hygienisch dargereicht zum Beispiel im Weckglas) verbunden mit einem kleinen Zettel: „Schön, dass wir uns wiedersehen!“ Oder einem entsprechenden süßen Souvenir, welches am Ende des Besuchs ausgehändigt wird? Auch nonverbal lässt sich diese Dankbarkeit zeigen – selbst mit Mundschutz durch entsprechende Gestik und Körperhaltung. Tipp: Vor den Spiegel stellen und ausprobieren. Nur aufgesetzt sollte es natürlich nicht sein, sondern es möge bitte von Herzen kommen.

3. Mit Raumteilern und Dekorationsgegenständen arbeiten

Das traditionelle italienische Restaurant in Deutschland mit seinen Lehmwänden und Holzfensterchen zwischen den einzelnen Separées ist eigentlich ein Auslaufmodell in Zeiten offener Gasträume. Aber das Prinzip lässt sich in die aktuelle Situation gut übertragen: Mit Holzgittern, offenen Regalen, kombiniert mit Pflanzen oder anderen Einrichtungsgegenständen lassen sich effektvoll Raumteilungen und Brüche erzeugen, die zum einen automatisch für Abstand sorgen und zum anderen die nun etwas leerer wirkenden Räumlichkeiten optisch füllen. Tische, die aufgrund der Mindestabstände nicht benutzt werden dürfen, sollten entfernt oder umfunktioniert werden – zum Beispiel auch als optische Trennung mit darauf platzierten Gegenständen.

4. Zusatzgeschäfte stimmig integrieren

Viele Restaurants haben sich während der Corona-Krise zu „Pop-up-Feinkostläden“ gewandelt und haben selbstgemachte Speisen und Getränke sowie ausgewählte Produkte ihrer Lieferanten verkauft. Diese Zusatzgeschäfte lassen sich auch im nun wieder startenden Gastro-Kerngeschäft fortführen. Zum Beispiel mit einem separaten Verkaufsbereich im Gastraum und/oder speziellen Angeboten als Ergänzung zum Menü vor Ort – zum Beispiel eine Flasche des Weins, der zum Hauptgang gereicht wird, zum Sonderpreis. Oder mit einem Gutschein für die nächste Liefer-Bestellung und umgekehrt bei dieser für den nächsten Besuch vor Ort. So lässt sich das Erlebnis über den Besuch hinaus verlängern, inklusive Mehrumsatz.

5. Den Außenbereich „upgraden“

Die Freiluftsaison hat begonnen. Nach vielen Wochen vornehmlich in den eigenen vier Wänden sehnen sich Gäste dieses Jahr besonders nach Außengastronomie – und das draußen geringere Infektionsrisiko trägt zu einem verstärkten Sicherheits- und Wohlgefühl bei. Eine besonders attraktive Gestaltung des Außenbereichs (unter Beachtung der einzuhaltenden Vorgaben) kann Gäste anlocken. Auch hier lässt sich mit Trennwänden oder Dekorationsgegenständen Abstand erzeugen – sofern der Platz es zulässt. Aktuell sieht es so aus, dass einige Städte ihren Gastronomien in diesem Jahr mehr Außenbereich gewähren und sogar Parkplätze oder Freiflächen temporär genutzt werden dürfen. Dann sind kreative Gestaltungsideen für diese Pop-ups gefragt!

Der Fachjournalist und Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf berichtet regelmäßig an dieser Stelle aus der Gastronomie-Szene. Seine Themen sind Trends, Konzepte, Food und Getränke, die Menschen dahinter, alles, was sich auf dem Markt bewegt und für Gastgeber interessant ist. Jan-Peter Wulf lebt und arbeitet in Berlin.

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