Verkauf nur an Unternehmen. Alle Preise zzgl. MwSt.
5 Ideen gegen den Personalmangel nach Corona

5 Ideen gegen den Personalmangel nach Corona

Viele Gastronomien im Lande stehen zurzeit vor einem akuten Personalproblem. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlen in fast allen Betrieben. Die ohnehin schon schwierige Lage hat sich nach den Corona-Lockdowns, zumal viele Menschen in andere Branchen abgewandert sind, noch einmal verschärft. Was lässt sich dagegen tun? Gastro-Blogger Jan-Peter Wulf maßt sich nicht an, ein Allheilmittel zu haben, möchte der Branche wohl aber ein paar Tipps mit auf den Weg geben.

1. Preise neu kalkulieren und die Löhne erhöhen

Die Nachfrage seitens der Gäste scheint in der Regel nicht das Problem zu sein – die Lust auf Gastronomie ist gefühlt sehr groß. Insofern ist es ein guter Zeitpunkt, die Speise- und Getränkekarte zu überarbeiten, die Preise neu zu kalkulieren und selektiv zu erhöhen. Statt jedoch einfach Zahlen auszutauschen, empfiehlt sich eine Speisen- und Getränkeanalyse per Deckungsbeitragskalkulation: Sie identifiziert, welche gut laufenden Positionen zu günstig sind und daher nach oben korrigiert werden können. Die größere Marge kann u.a. genutzt werden, um Löhne zu erhöhen. In Zeiten reduzierter Tischanzahl und entsprechend weniger Gästen fällt das Trinkgeld schmaler aus, umso wichtiger ist es, dass die Basis – sprich das echte Gehalt – stimmt.

2. Inventur der Unternehmenskultur

Als wäre die Situation nicht schon komplex genug und voller Aufgaben, soll man nun auch noch die Unternehmenskultur auf den Prüfstand stellen? Zweifellos eine große Zusatzaufgabe, doch sie tut Not. Denn mittel- und langfristig wird sich im wachsenden Wettbewerb um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besser behaupten, wer neben fairen Gehältern (Punkt 1) auch attraktive Unternehmenswerte zu bieten hat. Freizeit – zum Beispiel zwei freie Tage hintereinander –, Urlaubstage, Möglichkeiten des Aufstiegs bzw. der Fortbildung, das Mitarbeiten in verschiedenen Bereichen (wenn mitarbeiterseitig gewünscht), ein gutes Onboarding, natürlich ein fairer Umgang miteinander und ein klarer Ablauf zur Lösung von Konflikten … vieles gehört hier auf den Prüfstand. Im Idealfall wird diese Inventur gemeinsam mit dem bestehenden Personal gemacht – kritisch, aber ergebnisorientiert. Schließlich wünschen sich auch die bestehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Unterstützung und Entlastung.

3. Prozesse digitalisieren …

Digitalisierung kann zum Teil gegen den Personalmangel helfen. Viele kleine Handgriffe können mit digitalen Lösungen, die es vom Einkauf bis zum HACCP-Check gibt, übernommen oder zumindest vereinfacht werden. Das schafft zum einen zeitliche Freiräume für das Bestandspersonal, das sich mehr den analogen Bereichen wie der Kreation neuer Speisen und natürlich dem Gast zuwenden kann. Als Lesetipp empfehlen wir das Buch „Gastro.Digital“. Und sollte es im Service besonders eng werden: Auch für das Self-Ordering (der Gast bestellt am Handy und holt Speisen/Getränke am Tresen ab) gibt es Lösungen, die jedoch zum Konzept passen müssen.

4. … und digitale Plattformen kreativ für die Suche nutzen

Neben dem – zurzeit in vielen Betrieben zu sehenden – Aushang im Fenster empfehlen sich vor allem Online- und Social-Media-Plattformen für die Suche nach Mitarbeitern. Es gibt diverse Portale, zum Teil kostenlos, in denen man sein Gesuch aufgeben kann. Auch Facebook (u.a. fachspezifische Gruppen), Instagram oder TikTok eignen sich gut dafür. Vorteilhaft ist eine kreative Ausschreibung, mit der das Unternehmen sich vom Rest absetzt. Welche Form der Ansprache man wählt, eher locker oder eher formell, hängt von der eigenen Hauskultur ab und sollte authentisch sein. Grundsätzlich jedoch hilft, den Spieß umzudrehen und sich (als Unternehmen) bei dem/der potentiellen Mitarbeiter/in zu bewerben. Warum sind wir das perfekte Unternehmen für dich? Wer hier – siehe Punkt 2 – gute Argumente liefern kann, sticht aus der Masse heraus.

5. Den Zugang zum Unternehmen erleichtern

Es ist wohl nicht die Zeit für hohe Ansprüche: Wer jetzt eine Vielzahl von vorhandenen Qualifikationen, Referenzen und lange Berufserfahrung einfordert, der muss schon einiges an Gegenleistung bereitstellen können. Jetzt gefragt sind Flexibilität, Kompromissbereitschaft und die Fähigkeit, auch Branchenneulinge gut integrieren zu können. Ist der Betrieb in der Lage, neue, eventuell unerfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut einzuarbeiten? Ihnen durch Anlernen und Trainings Sicherheit zu geben? Sie aber gleichzeitig nicht zu überfordern, sondern ihnen erst einmal ein unverbindliches Ausprobieren, ob es ihnen gefällt, möglich zu machen? Bei sprachlichen Barrieren zu helfen, zum Beispiel mit einem kostenlosen Kurs? Und, wenn sie wünschen, Perspektiven zu eröffnen? Wer bereit ist, den Bewerberinnen und Bewerbern diese Schritte entgegen zu gehen, verkürzt den Weg und senkt die Zugangsbarrieren.

newsletter banner

Jetzt anmelden und 15€ Gutschein* sichern

Freuen Sie sich auf Neuheiten, exklusive Angebote sowie inspirierende Projekte.